Gibraltar

Ich habe Gibraltar erreicht. Morgen werde ich mit der Fähre nach Tanger – der „weißen Stadt“ oder auch „dem Tor zu Afrika“ übersetzen. Nach einer langen und wieder windigen Fahrt über Granada, Malaga und Marbella lagen sie vor mir: Der Fels, der Hafen – ein einmaliger Anblick. Einen Kilometer vor meinem Tagesziel hatte ich die Chance zumindest den Fels von Gibraltar unter der Neueinführung einiger Verkehrsregeln zu fotografieren. Ich bin übrigens seit heute der Meinung, dass eine (in beide Richtungen zweispurige) Schnellstraße ganz ausgezeichnet zum Wendekreis der Tiger passt. Motorradfahrer überholen mich immer öfter hupend und zeigen mir den Daumen. Ich glaube ich bin einer der wenigen, die von Deutschland aus diese Strecke auf dem Motorrad fahren. Vermutlich wimmelt es in Tarifa von Motorradanhängern, denn bisher habe ich keine einzige Enduro mit Gepäck gesehen. Eine Bewertung ist das definitiv nicht, denn ich bin der Meinung, dass meine Tour nicht mehr wert ist als die anderer.

Gibralter war und ist der Schlüssel dieser Reise. 2.570 km alleine durch halb Deutschland, quer durch Frankreich und Spanien und jetzt liegt Afrika vor mir. Ein bewegender Moment. Anders kann ich es nicht beschreiben und ganz ehrlich: Ich will es auch nicht.

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